Mittwoch, 16. August 2017

[Freizeit] Nachts in der Buchhandlung

Huhu ihr Lieben! :)


Fragt ihr euch auch manchmal, wie Menschen in der damaligen Zeit ohne unseren ganzen Schnickschnack lebten? Wie tauscht man zum Beispiel seine viel zu große Büchersucht mit anderen Menschen aus ? Woher die Anregungen, das Lesefieber und schlaflose Nächte, weil man genau DAS richtige Buch empfohlen bekommen hat ?
Was soll ich sagen... Die Menschen gingen wohl auf die Straße, um sich ganz altmodisch mit anderen auszutauschen. Und genau so ging es mir vergangenen Monat. Ich trat einen gewagten Schritt vor die
Tür, atmete dieses komische Zeugs namens Luft ein und ging schnellen Schrittes ... nein Halt, das wäre zuviel des Gutes... ich nahm also das Auto und fuhr in die benachbarte Stadt.
Dort - in Pulheim - fand im Februar diesen Jahres zum ersten Mal "Nachts in der Buchhandlung" statt. Nachdem leider ein Termin ausgefallen ist, stand mein "erstes Mal" bevor. Ich parkte mein Auto bequem vor der Tür und klopfte erwartungsvoll an die Tür. Dort wurde ich super lieb empfangen. Ich war ein paar Minuten zu früh dran und die Verkäuferin wollte eigentlich noch etwas erledigen. Ich bot ihr also an, noch ein paar Minuten zu warten, wurde aber freundlich reingewunken. Kurz darauf wurden mir ein paar Salzstangen und ein leckerer Sekt angeboten. Mmh, lecker. Aber ich war ja nicht dort, um mein nicht vorhandenen kulinarischen Wissen auszupacken, sondern der Bücher halber.
In kürzester Zeit füllte sich die kleine Buchhandlung, doch nicht zu sehr. Es gab zwei Räume, einer ausgestattet mit einem bequemen Lesesessel, so hatte jeder genügend Platz. Nach und nach kam ich mit Jedem mal ins Gespräch, stöberte mich durch die Bücher und fand einige Schätze. Leider waren viele dort zu Zweit, sodass die Personen sich ein wenig abgeschottet haben, da sie sich schon kannten.
Letzten Endes konnte ich in einige tolle Bücher und auch Genres reinschnuppern und kam nicht drum herum, mir ein Buch zu kaufen, zudem ich wohl nicht gegriffen hätte, ohne vorher mal in aller Ruhe reinschnuppern zu können: "Bella Germania" von Daniel Speck. Vermutlich hätte ich, wie immer, etwas aus der Fantasy-Abteilung gegriffen.
Der Tag hat mir viel Freude bereitet und ich möchte gerne wieder dorthin. Wer in der Nähe von Köln wohnt, sollte dringend mal vorbeischauen! Soweit ich weiß, soll es einen neuen Termin Ende Herbst/Anfang Winter geben. An alle anderen: Sprecht doch mal mit euren Buchhandlungen, ob sie Lust auf so etwas hätten! Ich fand die Idee großartig und habe mich gefreut, dass ich dabei sein konnte. Ich finde es schade, dass bislang nur wenige Leute in diesen Genuss kommen können, also nehmt euch ein Buch, legt es vor euren Lieblingsverkäufer auf den Tisch und schwört auf das heilige Buch in eurem Bücherregal, dass ihr so etwas auch mal erleben wollt! :)

Würdet ihr euch über so eine Aktion in eurer Nähe freuen oder findet ihr auch tagsüber genug Ruhe, um in Buchhandlungen zu stöbern und reinzulesen?



Samstag, 5. August 2017

[Rezension] Antonia Michaelis - Die Worte der weißen Königin

Verlag: Oetinger
Reihe: /
Seiten: 272
Kauf Verlag: Kindle - Taschenbuch
Kauf Amazon: Kindle - Taschenbuch - Gebunden nur gebraucht

Inhalt

Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, frei und glücklich. Bei ihm zu Hause, in dem Dorf an der Ostsee, gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufiger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König. Als Lion es nicht mehr aushält, flüchtet er in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart, und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt.


Meine Meinung

Geschichte

Zunächst wusste ich nicht, was mich erwartet. Der Titel klingt nach einer Fantasy-Geschichte, doch der Klappentext sagt etwas anderes aus.
Letzten Endes durfte ich eine tiefgründige, sehr an den Nerven zerrende Geschichte erleben. Der Inhalt des Buches sagt soviel aus. Hoffnung in der Schwärze, Freundschaft in der Hoffnungslosigkeit, Vertrauen in der Bodenlosigkeit.
Bewegend fand ich vor allem, in die Welt von Lion einzutauchen. Einem kleinen Jungen. Ich habe immer das Problem, das Kinder eines jungen Alters immer mehr können, als für das Alter gewöhnlich ist. Doch bei Lion wirkte alles realistisch und vor allem verlor ich nie sein Alter aus den Augen. Kindliche Fantasien, Wünsche und Ängste flossen in die Geschichte. Der kleine Lion, auf der Suche nach Worten. Bewegenden Worten einer Frau, die seine Kindheit prägte.
Gegen Ende möchte ich von keinem Höhepunkt reden, denn das ganze Buch war ein einziger, mitreißender Höhepunkt. Lions Schicksal scheint immer auswegloser. Die Wahrheit zu kennen erdrückt den Leser eher, als etwas vorweg zu nehmen. Das Ende war berührend, schön, doch leider oftmals kein Realismus. Dennoch kann ich es jedem empfehlen.

Charaktere

Die ganze Geschichte verfolgt man den kleinen Lion auf seiner Reise. Sein Geist ist stark, in seinem Alter muss er schon viel erleben. Normalerweise ist es der charakterliche Aspekt der auffällt in einem Buch, doch hier ist es der mentale. Tief in die Seele zu blicken war eine neue Erfahrung.
Jeder der Charaktere hatte Magie an sich hängen. Helle oder Dunkle. Jeder hatte eine einzigartigen Rolle in der Geschichte.

Schreibstil & Sichtweise

Geschrieben ist das Buch in einem harmonischen, tief berührenden Stil. Die Autorin spielt mit Worten, so wie es die weiße Königin tut. Sie sind magisch, berührend, einzigartig.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lion.

Cover & Titel

Das Cover transportiert die Magie der Worte im Inneren des Buches. Dieser glänzende Schimmer auf der Wasseroberfläche, obwohl dieser von Dunkelheit umhüllt ist. Die Wellen die schlagen, vermutlich ausgelöst von einem einzigen Stein. Situationen, ausgelöst durch eine einzige Szene. Auf der Rückseite sieht man Lions Seeadler, der mir vorne etwas gefehlt hat, aber er ist dort.
Auch der Titel ist gut gewählt. Sofort wird man in Lions Welt mitgenommen. Die ersten Worte, die man aus seiner fantasievollen Welt erfährt.

Zitat



" >>Jetzt bist du völlig übergeschnappt<<, sagte Olin. Ich sah ihre Füße aus einem Apfelbaum hängen.<< 
>>Ja, jetzt bin ich wohl völlig übergeschnappt<<, sagte ich. >>Ist das nicht wunderbar?<<"

- Seite 174

Fazit

Eine tief berührende Geschichte, die mich sofort fesseln konnte und mich mit dem harmonischen Wortklang sofort in eine andere Welt führte. Nach Beendigung brauchte ich erstmal eine Pause für die Seele. Das Buch ist absolut empfehlenswert. Lest es!



Donnerstag, 3. August 2017

[Rezension] Chris Aslan - Alabaster

Verlag: scm
Reihe: /
Seiten: 240
Kauf Verlag: eBook - Taschenbuch
Kauf Amazon: eBook - Taschenbuch

Inhalt

Als Maryams Vater einem sterbendem Leprakranken beisteht, schenkt ihm dieser einen Alabasterkrug mit unbezahlbar kostbarem Duftöl. Ein Vermögen für die Familie, die am Rande der Dorfgesellschaft lebt.
Doch der Krug bringt Unheil: Der Vater steckt sich mit Lepra an und muss das Dorf verlassen, Maryam und ihre Geschwister werden zu Aussätzigen. Doch dann erscheint Hoffnung: Gerüchte fliegen durchs Dorf über einen Wunderdoktor, der durchs Land
zieht. Es kommt zu einer Begegnung, die Maryams Leben und das ihrer Geschwister für immer auf den Kopf stellt. Die ergreifende Geschichte einer starken Frau, die sich nicht mit ihrem Schicksal
abfindet



Meine Meinung

Geschichte

Vorweg ist zu sagen, dass diese Geschichte auf einer biblischen Geschichte basiert und auch viel mit Glauben zu tun hat. Ich persönlich bin neutral auf diesem Gebiet und wollte mich von der Geschichte überraschen lassen, ohne Vorurteile.
So viel mir der Anfang auch sehr leicht. Zunächst schwankt die Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit der Protagonistin. Die Kapitelanfänge sind jeweils aus der Gegenwart, doch vergas ich das oft, da der Zeitenwechsel nicht deutlich erkennbar war.
Die Lebensweisen und vor allem Glaubensmuster von damals - und teilweise noch heute - konnten mich immer wieder erstaunen. Zu lesen, was alles als unrein gilt und das die Leute tatsächlich danach leben, ist für meine deutschen Verhältnisse erstaunenswert.
Die Kapitel sind vielfältig und obwohl das Leben in dem Dorf sehr simpel ist, erlebt man immer wieder Abenteuer durch erschreckende Wahrheiten. Durch Schicksale, die oftmals gar nicht so selten vorkommen. Dadurch konnte das Buch mich fesseln und ich las es mit wenigen Pausen aus.
Als dann der Wunderdoktor gegen Ende eingebunden wurde, erhielt die Geschichte ihren letzten Schliff. Der Glauben rückte enorm in den Vordergrund, doch auch die Geschehnisse spitzten sich zu und brachten mir viel Lesefreude.
Einzig und allein die Emotionen der Protagonistin gegenüber des Vaters haben mir letzten Endes etwas gefehlt.

Charaktere

Alleine in der Familie der Protagonistin Maryam gab es viele unterschiedliche Charaktere. Jede Kleinigkeit beeinflusste die Leute damals, da ihr Glauben groß war. Während des Buches merkt man erst richtig, wie sehr der Glaube die Leute beeinflussen, zueinander und voneinander weg führen kann. Ich fand die Persönlichkeiten richtig gut dargestellt und liebte Maryam für ihre Stärke. Doch auch die Nebenfiguren zeigten Stärke, die nicht unterging.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und unerwartet mitreißend. Obwohl viel alltägliche Dinge geschehen, kam ich nicht von dem Buch los, da sie so realistisch beschrieben wurden, so mitfühlend, dass die Emotionen in mir hoch kamen oder der Schock mich einnahm.
Geschrieben ist das Buch aus Maryams Sicht in der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Cover ist eine einzige Augenweide, ich liebe es. Es ist einfach komplett anders, als die Cover, die man alle so kennt. Der Schatten der Person, umwunden von einer Pflanze, die golden schimmert, als wäre sie aus der Flüssigkeit, die in dem Gefäß ruht, was die Person hält. Das Cover strahlt eine Ruhe und Schönheit aus.
Der Titel bringt den Inhalt auf den Punkt, um den es geht. Ein kleines Gefäß, ein kleines Objekt, welches einen so großen Stein ins Rollen bringt.

Zitat

"Natürlich gebe ich dir keine Schuld daran, mein Kind. Schau, Männer sind wie Händler, sie kaufen die Regeln auf, als hätten sie alles Geld der Welt, und dann müssen die Frauen als Kamele herhalten und die Lasten für sie schleppen." 
- Seiten 77

Fazit

Eine wirklich mitreißende Geschichte, die das Leben der damaligen Zeit, mit einem strengen Glauben, gut darstellt. Viele atemraubende Szenarios, tolle Charaktere. Wer jedoch dem Glauben abgeneigt ist, der sollte sich bewusst sein, dass dieser eine große Rolle spielt.




Dienstag, 1. August 2017

[Rezension] Edwidge Danticat - Kein anderes Meer

Verlag: Aufbau Taschenbuch
Reihe: /
Seiten: 256
Kauf Verlag: Taschenbuch
Kauf Amazon: Kindle - Gebunden - Taschenbuch

Inhalt 

Claire verschwindet an ihrem siebten Geburtstag spurlos am Strand von Ville Rose auf Haiti. Ahnt sie, dass ihr Vater Nozias sie heute fortgeben will? Nach dem Tod von Claires Mutter kümmerte er sich allein um seine Tochter, doch dem armen Fischer fällt es immer schwerer, für ihren Unterhalt aufzukommen. Deshalb hofft er, dass Claire bei der reichen Tuchhändlerin Gaëlle ein besseres Leben hab wird. Aber Claire versucht mit aller Macht, sich dieser Trennung zu widersetzen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand.




Meine Meinung

Geschichte

Kein anderes Meer, aber viele verschiedene Geschichten warten auf einen. Im Schicksal verbunden.
Entgegen des Klappentextes dachte ich, dass die Geschichte sich um die kleine Claire handelt, die ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Doch die Geschichte dreht sich eher um sie herum. Ein jedes Kapitel erzählt von einem prägenden Ereignis in dem Leben der erzählenden Person. In dieser Szene spielte ein anderer Mensch eine wichtige Rolle, der dann im nächsten Kapitel behandelt wird. So zieht sich die Geschichte durch das ganze Buch, bis am Ende noch einmal von Claire berichtet wurde. Eigentlich hat es aber nichts mehr mit ihr zu tun.
Die einzelnen Geschichten sind spannend zu lesen und mich haben sie alle gefesselt. Sie sind einfallsreich und nicht alltäglich und zeigt, dass jeder Mensch seine Geheimnisse mit sich rumträgt und wie unterschiedlich die Menschen über gleiche Ereignisse denken.
Das Ende widmete sich dann wieder Claire und man erfuhr, was aus ihr geworden ist. Das hat für mich auch zwangsläufig zur Geschichte gehört.

Charaktere

Die Geschichte besteht aus vielen Charakteren, die alle von Grund auf unterschiedlich sind. Ich konnte gut nachvollziehen, warum die Personen so gehandelt haben und wie sie so geworden sind. Dennoch konnte man nur schwer eine Beziehung aufbauen, da sie wieder so schnell verschwanden.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war recht angenehm und teilweise sehr poetisch, trotzdem konnte er mich nicht in eine andere Welt befördern und so las ich eine Geschichte, die zwar schön, aber nicht mitreißend war.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person, in jedem Kapitel eine andere.

Cover & Titel

Das Cover liebe ich sehr. Es ist so exotisch und passt zum Handlungsort. Trotzdem habe ich im Buch wenig von der Kulisse mitbekommen, da diese wenig detailliert beschrieben wurde.
Den Titel finde ich halbwegs passend, er ist wenig selbsterklärend. Ich interpretiere ihn so, dass es für keine Person in der Geschichte ein anderes Meer - einen anderen Weg - gibt.

Zitat 

"Der Name war so heiter, wie er klag. Es war ein Name, den man voller Liebe aussprach, den man seiner Liebsten in der Nacht vor der Geburt des gemeinsamen Kindes ins Ohr flüsterte. [...] Es war ein Name, wie man in Gedichten oder Liebesbriefen oder Liedern fand. Es war ein Name der Liebe, nicht der Rache. Es war ein Name, den man voller Hoffnung rufen konnte. Es war ein Name, der die Macht besaß, die Sonne aufgehen zu lassen."
- Seite 130

Fazit

Eine Geschichte, die viel zu bieten hat. Sie ist tiefgründig und lässt einen viele Facetten des Lebens anblicken. Doch leider hatte es nicht mehr der erwarteten Geschichte zu tun und sie ging somit stark unter. Der Bezug zu Personen viel durch ständigen Perspektivenwechsel schwer.


Samstag, 29. Juli 2017

[Rezension] Kim Leopold - Ascheblüte

Verlag: Amrun
Reihe: How to be happy, Band 1 (einzeln lesbar)
Seiten: 470
Kauf Verlag: Taschenbuch
Kauf Amazon: Kindle - Gebunden

Inhalt

Vor fast zwei Jahren hat Ash New York verlassen und ist nach Toronto gezogen, um dort sein Glück zu finden. Seine Geschichte hat er in einem Buch verarbeitet, das zum Bestseller geworden ist. Seitdem leidet er an einer Schreibblockade und bringt nichts Neues zustande. Als sein Verlag in Gestalt von Camille einen neuen Roman fordert, bucht er spontan ein Ticket nach Irland, um das zu tun, was er am besten kann: Davonlaufen.

Camille bekommt die Chance ihres Lebens: Um sich einen Job im Lektorat zu sichern, soll sie Ash zu einem neuen Buch überreden. Als er ein Ticket nach Irland bucht, folgt sie ihm kurzerhand. Denn nur mit seiner Hilfe kann sie sich aus ihrer persönlichen Hölle befreien.


Meine Meinung

Geschichte 

Ans Buch setzen, aufklappen, eine Seite lesen, gefangen sein.
Dieses Buch ist einfach träumerisch und hat sich auf dem schnellsten Weg in mein Herz gebahnt. Schon den Vorgänger mochte ich sehr, doch die Reihe ist auch einzeln lesbar.
Die Geschichte fängt an mit liebenswürdigen Charakteren, bei denen man sofort weiß, wo man dran ist. Ohne viel zu sagen erschafft die Autorin eine Aura um ihre Schützlinge, durch die man sofort erkennt, wer diese wirklich sind. Und das ist keinesfalls negativ.
Man begleitet diese Charaktere auf einer Reise gepaart mit Angst, Hoffnung, Frustration, Freude, Liebe, Glück und aus einem Job wird bald weitaus mehr.
Auf einer realistische Weise kommen sich die Charaktere näher, nie war mir etwas zu viel oder zu wenig, die perfekte Mischung herrschte.
Getarnt durch die Erlebnisse, lässt die Autorin ihre Botschaften durchdringen, wie man denn nun glücklich ist. Dieses Buch ist kein Ratgeber und drängt auch nicht in den Vordergrund, was man tun muss, um glücklich zu sein. Man spürt es einfach während des Buches. Man spürt, welche Veränderungen einen glücklich machen, was die Seele erleichtert und uns vor Freude springen lässt.

Charaktere

Wer Ash schon aus dem vorigen Band kennt, der wird ihn lernen, noch mehr zu lieben... Ja, das ist tatsächlich möglich. Wer ihn noch nicht kennt, wird ihn lieben. Ash ist ein Mann, der seine Macken hat, wie jeder. Doch vor allem seine einfühlsame Seite schlägt durch und die macht ihn zerbrechlich, doch Mann bleibt Mann, er möchte stark wirken, beziehungsweise sich von der Welt schützen. Dieser Zwiespalt erweckte in mir den Beschützerinstinkt und den In-Arm-Nehmen-Reflex.
Camille - ein wirklich schöner Name - ist lebensfroh und lässt sich nicht unterkriegen. Doch auch bei ihr ist die Fassade hochgezogen. Wie im realen Leben, lernt man als Leser erst ihre äußere, fröhliche Fassade kennen, doch je tiefer man im Buch ist, desto mehr öffnet sie sich.
Allgemein schafft die Autorin viel Individualität und zeigt auf, was Geschehnisse in einem verändern können.

Schreibstil & Sichtweise

Das Buch glänzt durch einen angenehmen Schreibstil, der einen in sekundenschnelle in alle emotionale Lagen bringen kann und einen zu anderen Orten trägt.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Camille und Ash.

Cover & Titel

Ich liebe die Farben des Covers. Das grün ist sehr hübsch. In der Mitte sieht man ein Zelt, da die Charaktere campen gehen, dahinter Nacht. Farblich strahlt es für mich eine lauwarme Sommernacht aus. Die untere Seite des Buches ist grün verdeckt, es stellt Bäume dar. Die Inszenierung der Natur gefällt mir sehr gut. Malerisch und realistisch zugleich.
Den Titel Ascheblüte definiere ich für mich selbst so, dass aus der Asche, eine Blüte entstehen kann oder selbst die Asche etwas schönes wie eine Blüte enthalten kann. Er wirkt auf jeden Fall durchdacht und ist einzigartig.

Zitat

"Ich balle die Hände zu Fäusten und wende den Blick ab, weil ich sie sonst garantiert in den Arm ziehen würde, um sie zu trösten. Und wenn ich sie erst in meinem Arm habe, würde ich sie wahrscheinlich nie wieder gehen lassen."
- Seite 141

Fazit

Buch für Buch schleicht sich die Reihe in mein Lieblingsarsenal. Ich würde sie jedem weiterempfehlen. Vor allem dieses glänzt mit einer Natürlichkeit, mit der sich jeder vergleichen kann. Einfach zum abschalten und wegträumen.


Donnerstag, 27. Juli 2017

[Rezension] C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld - Secret Fire, Die Entfesselten

Verlag: Oetinger
Reihe: Secret Fire, Band 2 von 2
Seiten: 448
Kauf Verlag: eBook - Gebunden
Kauf Amazon: eBook - Gebunden

Inhalt 

Wenn ein Fluch dein Schicksal ist, vertrau‘ auf die Liebe! Taylor und Sacha haben im St. Wilfred College Zuflucht gefunden. Hier sucht man fieberhaft nach einer Möglichkeit, die furchterregenden Todbringer zu vernichten. Nur noch wenige Tage bleiben bis zu Sachas 18. Geburtstag, dem Tag, an dem er sterben wird, falls die zwei es nicht schaffen, den uralten Fluch zu bezwingen. Ein Wettlauf gegen die Zeit, der von Sacha und Taylor verlangt, sich dem zu stellen, was sie am meisten fürchten, um nicht zu verlieren, was sie am meisten lieben.




Meine Meinung

Allgemein

Das sich meine Meinung oft mit anderen spaltet, erkennt man mal wieder an dieser Dilogie. Während viele von Band 1 begeistert waren, fand ich es zu klischeehaft. Während viele von Band 2 enttäuscht waren, war ich begeistert.
Trotz meiner nicht so positiv ausfallenden Kritik zum ersten Teil, gab ich dem Finale der Reihe eine Chance und erneut merke ich: So etwas lohnt sich!
Spannend beginnt das Buch bereits und genau diese zieht sich durch das komplette Buch bis zum Ende. Die Situationen waren abwechslungsreich und großteils nachvollziehbar. Und obwohl ich teilweise noch immer Parallelen zu anderen, bekannten Bücher entdeckt habe, so machten mir diese nichts mehr aus, da die Geschichte so viel mehr bot.
Fasziniert hat mich, wie die Autorin es immer wieder schaffte, dass ich mich um den Charakter Sacha sorgte. Obwohl ich als Leser sein Schicksal kannte und wusste, was ihm zustoßen kann und was nicht, so saß ich dennoch immer fiebernd vor dem Buch.
Die Sahne auf dem Tortenbuch war definitiv die Sprache. Wenn ich Bücher lese, vergesse ich oft, dass diese nicht in Deutschland spielen, doch hier wurde man durch immer wiederkehrende und bekannte französische Ausdrücke in der Welt Frankreichs gehalten.
Nur ein Aspekt ging mir etwas verloren: Die Einzigartigkeit von Taylor. Es wird immer wieder betont, dass nur sie alles verändern kann und das ihre Kräfte außergewöhnlich sind. Das waren sie auch, doch stach diese Bedeutung nicht hervor und blieb oberflächlich.

Charaktere

Die Autorin schafft einzigartige Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind. Im Vorgänger hatte ich noch keine große Beziehung. Sacha war mir zu sehr der BadBoy, dem alles egal ist und Taylor nichts besonderes. Doch beide mausern sich zu einer Persönlichkeit, die ich nicht vergessen möchte.
Am meisten gefiel mir jedoch Louisa, der man den typischen "harte Schale, weicher Kern"-Aussage anhängen kann. Ihre persönliche Wandlung war nicht zu aufgesetzt, realistisch und nahm mich ein.

Schreibstil & Sichtweise

In diesem Band herrscht permanente Spannung. Von Anfang bis Ende zieht sich diese permanent durchs Buch, sodass ich sogar um Charakter Sacha bangte, dessen Schicksal man als Leser ja schon kennt.
Durch immer wiederkehrende französische Bezeichnungen und Hinweise auf Taylors Akzent, bleibt das Gefühl eines anderen Landes aufrecht und erinnert einen immer wieder daran, wo die Handlung spielt.
Geschrieben ist das Buch in der dritten Person, aus Taylors Sachas und Louisas Sicht.

Cover & Titel

Das Cover gleicht dem ersten stark. Erneut ist der Kopf in der Mitte, vermutlich von Taylor, umrahmt von Symbolen und dem Tier oben links in der Ecke. Die Farbe ist nun ein schönes grün, nicht wie im Internet vermutbar blau. Das Cover ist nicht individuell auf das Buch zugeschnitten. Im groben, ganzen passt es aber zum Buch.
Auch der Titel passt, da jeder in diesem Buch Kräfte hat, die er entfesselt. Magisch oder einfach mental.

Zitat

"Was hat das Leben für einen Sinn, wenn du den Tag kennst, an dem du sterben wirst?" 
- Seite 222

Fazit

Durch den zweiten Band wurde die Dilogie lesenswert für mich. Die Handlung bleibt konstant spannend und die Charaktere wuchsen mir ans Herz.


[Rezension] Laura McVeigh - Als die Träume in den Himmel stiegen

Verlag: Fischer
Reihe: /
Seiten: 352
Kauf: Taschenbuch Verlag - Amazon - eBook Verlag - Amazon

Inhalt

»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«

Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?



Meine Meinung

Allgemein

Emotional bewegend und nachdenklich stimmend.
Dieses Buch hat mich auf viele Arten tief berührt. War ich am Anfang noch unsicher, was ich von der Geschichte halten soll, da einfach sehr viel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gesprungen wurde und ich das definitiv nicht erwartet hätte, so war ich am Ende unsicher, warum meine Gefühle so wirr sind.
Seite um Seite hatte dieses Buch Wendungen, Botschaften und bittere Realität zu bieten. Immer ein wenig mehr.
In der Geschichte wird ein schon lange aktueller Aspekt besprochen: Die Flucht aus dem Krieg. Dieses Buch verbindet hierbei verschiedene Szenarien, die passieren können. Vermutlich nicht alle einer Person, aber trotzdem erlebt man sie auf einer kurzweiligen, aber erschütternder Ebene.
In der Mitte des Buches befand sich bereits der Höhepunkt, welcher die ganze Situation noch einmal um 180 Grad wendet. Ab dort gibt es nichts mehr, was diese Situation überbieten könnte, doch ab diesem Punkt war ich so im Trance von den Geschehnissen, dass ich wie durch einen Nebel das Buch weiterlesen musste. Dieser Effekt könnte vielleicht verloren gehen, wenn man danach pausiert.
Die Geschehnisse wecken einen auf, aus der heilen Welt in der wir wohnen. Es erläutert unleugbare Realitäten. Auch wenn ich persönlich vieles schon wusste, so fand die Geschichte anklang und bewegte etwas in mir und meinen Gedanken. Für Leute, die sich intensiv mit dem Thema Flucht beschäftigen, ist es wahrscheinlich nicht ganz so emotional, da doch vieles sachlich bleibt.
Das Ende lässt viele Fragen offen und endet an einem Wendepunkt in dem Leben der Protagonistin. Natürlich wünsche ich mir Antworten auf zahlreiche zurückgebliebene Fragen, doch spiegelt das Ende die Realität wieder: Viele Menschen bekommen diese Antworten in ihrem eigenen Leben selbst nicht.

Charaktere

Obwohl die Charaktere recht oberflächlich bleiben, wirken sie ausgefeilt. Jeder bekommt eine eigene Geschichte, durch die man sich erinnern kann. Jeder entwickelt sich. Und doch bleiben sie alle eine Person unter vielen. Es wirkt, als wären sie für sich untereinander einzigartig.
Es wird deutlich, dass jeder Mensch ein Geheimnis in sich trägt. Dieser trägt er sein ganzes Leben lang mit sich. Wie so schön Stephen King bereits schrieb: "Der Acker eines Mannes ist steiniger."

Schreibstil & Sichtweise

Zuerst war der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Er bleibt recht sachlich und oberflächlich. Doch genau diese Kürze und Neutralität lässt die Szenen realer und eindrucksvoller werden. Liebe zum Detail ist hier definitiv fehl am Platz. Wenn ein Detail wichtig ist, so sticht dieses durch die Einzigartigkeit doppelt hervor.
Besondere Wörter der Kultur (Baba, Patu, ...) erschaffen eine zusätzliche Atmosphäre
Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Samar.

Cover & Titel

Ein Mädchen, welches durch eine karge Landschaft läuft. Durch den Blick nach hinten wirkt dieses, als würde es sich gehetzt umblicken und fliehen, was passend zum Inhalt wäre. Doch leider macht das Bändchen in ihrer Hand diesen Eindruck kaputt. Es wirkt mehr, als würde sie tanzen. Gepaart mit Titel wirkt das Cover eher heiter, trotz kargem Hintergrund und schwarzer Schattierung der Coverperson.
Auch mit dem Titel kann ich mich nicht so sehr anfreunden. Manche lassen Träume in den Himmel steigen als positives Zeichen, hier ist es wohl eher in dem Sinne des Verlustes. Für mich wirkt alles zu heiter, im Gegensatz zum Inhalt.

Zitat

" >Ich wollte nur vergessen.< 
<Das will ich auch.> 
Fürs Vergessen ist es zu spät." 
- Seite 298

Fazit

Ein sehr emotionales Buch, welches einem zum nachdenken anregt und zusätzlich über die Welt der Flüchtlinge aufklärt. Ungeahnte Wendungen und eine bittere Realität. 


Montag, 24. Juli 2017

[Rezension] Alexandra Fuchs - Straßensymphonie

Verlag: Drachenmond
Reihe: /
Seiten: 376
Kauf: Taschenbuch Verlag - Amazon  - eBook Amazon

Inhalt


Seit dem Tod meines Vaters hatte sich alles verändert. Eine Bühne betreten und singen - das würde ich nie wieder können, dessen war ich mir sicher.
Doch dann kam er. Wirbelte alles durcheinander und brachte die Katze in mir zum Fauchen. Gestaltwandler hin oder her, für mich war er nur ein räudiger Straßenköter. Doch seine Band brauchte dringend eine neue Sängerin - und ich jemanden, der mir dabei half, die Musik wieder zu spüren.





Meine Meinung

Allgemein

Der Einstieg in das Buch viel mir spielend leicht. Die Protagonistin hat einen Humor, der genau meinen Geschmack trifft und sich durch das ganze Buch zieht. Vollkommen ironisch, aber in einem gesunden Maß.
Das Buch fällt sofort in die Musikebene. Der Anfang geht zügig, die Protagonistin findet zu ihrer Musik zurück. Doch dabei bleibt es leider nicht lange. Schon ab der Hälfte des Buches hat der Inhalt eigentlich nicht mehr viel mit Musik zu tun. Das erwartete Finale lag bereits hinter mir und ich widmete mich einem Thema, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte. Zwar wusste ich durch den Klappentext, dass es in dem Buch auch Gestaltwandler gibt, doch hätte ich niemals damit gerechnet, dass diese den Großteil einnehmen und die Musik gnadenlos beiseite drängen werden.
Keine Frage: Die Szenen waren gut geschrieben und die Geschichte auch spannend, doch hat sie einfach nicht zu der erwarteten Geschichte gepasst. Der Klappentext, Titel und Cover erzählen mir, dass es sich um Musik handelt, doch genau dieser Aspekt fällt fast gänzlich weg und wird nur zwischendurch immer mal sanft eingeschoben. Es wäre definitiv ein guter Stoff für ein Fantasy-Buch geworden, doch nicht für dieses.
Schön finde ich jedoch, wie erwartete Situationen einzigartig werden, da sie eine andere Wendung nehmen, als gedacht, So liebe ich es, wenn Charaktere nicht alles bekommen, was sie sich wünschen und eben nicht alles so unnatürlich perfekt läuft.
Das Ende jedoch lies einiges an Spannung offen. Der Bösewicht kam nicht überraschend und auch wenn das Szenario an sich spannend war, so fehlte mir etwas zum Schluss.

Charaktere

Ich liebe die Charaktere. Die Protagonistin Kat kommt mir sehr nah. Sie hat eine ironische Ader und einen Sturrkopf. Es hat viel Spaß gemacht über sie zu lesen.
Auch die Eigenschaften der Tiere konnte ich gut mit den Charakteren verbinden. Sie haben einfach super gepasst.
Im Zwiespalt bin ich mit der Liebesbeziehung. Einerseits geht alles langsam und seicht, genauso wie ich es liebe. Doch andererseits bemerke ich die Entwicklung zwischen beiden nicht. Sehr schnell können die beiden es gut miteinander, mögen sich, haben diese Anziehung, doch das bleibt dann über das ganze Buch auf diesem Level und man merkt die Sprünge nicht, wann sich etwas verändert, wann sie denn jetzt zusammen sind und vieles mehr. Die Grenzen waren mir zu schwammig.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist locker zu lesen. Viel Humor ist durch Kat's ironisches Denken eingebaut. Auch emotional konnte es mich packen.
Geschrieben wurde das Buch aus Kat's Sicht in der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Ich liebe das Cover! Es ist so idyllisch. Eine Musikerin, die bei Nacht die Straße Richtung statt geht, über ihr der Mond. Neben ihr läuft ihr Seelentier und schaut sie an. Die Coverfigur lässt etwas hinter sich, das Cover ist malerisch.
Auch der Titel lädt zum Träumen ein: Straßensymphonie. Hier möchte ich nicht zuviel verraten, aber er passt auf jeden Fall zur ersten Hälfte des Buches.
Doch leider war es genau das, Entweder passt der Inhalt nicht zum Cover/Titel oder andersrum. Wie man es eben sehen möchte.

Zitat

"Vielleicht war es mit schlechten Neuigkeiten wie mit einem Pflaster, je schneller man es abriss, desto weniger tat es weh. Ich irrte mich, denn egal wie langsam oder schnell man etwas erfuhr, die Nachricht wog gleich schwer." 
- Seite 240

Fazit

Eine wirklich schöne Geschichte, die mich hätte überzeugen können, wenn nicht diese unerwartete Wendung gekommen wäre, die einfach nicht ins Buch passen mag.


Samstag, 8. Juli 2017

[Neuerscheinungen] Carlsen Impress & Dark Diamonds im August



Huhu ihr Lieben :)

Heute ist wieder Samstag und diesmal ist Impress/DarkDiamonds-Tag! Erzählt mir doch, welche Titel es aus dem neuen Programm euch so angetan haben.
Diesmal sind ja sehr viele Bücher von Selfpublishern dabei. Nebelring wird von Impress verlegt und auch die Immergrün-Saga. Noch ein wenig muss ich dafür warten, aber dann werde ich sie mir holen, denn noch kenne ich diese Bücher nicht.
Aber jetzt erstmal die Neuerscheinungen im August:


Donnerstag, 6. Juli 2017

[Aktion] Top Ten Thursday #19 Zehn Titel, die mit dem Buchstaben N beginnen



Huhu ihr Lieben!:)

Da letzte Woche nicht gerade mein Thema war (ja, mein Buchjahr ist leider nicht so erfolgreich *in Ecke geh und aufs nächste Buch hoff*), bin ich nun aber diese Woche wieder bei dem Buchstaben "N" dabei! :)

Es sind nicht viele Bücher, die ich bei mir mit N am Anfang gefunden habe, aber ich habe mal Brainstorming betrieben, was mir so spontan einfällt. Dabei ist eine wilde Mischung entstanden, aber seht selbst:


"Nordwärts" und "Nach dem Sommer" liegen bei mir zuhause. Ich möchte "Nordwärts" so unglaublich gerne lesen, aber irgendwie klappt es dann doch nie. Kennt ihr das ? Aber die Trilogie von Maggie Stiefvater, fand ich klasse. ♥
"Numbers" war so gehyped,als ich noch sehr jung war und ich wollte es unbedingt lesen, habe es letzten Endes aber nie bekommen und somit nie gelesen... Kennt ihr noch die Zeit, wo ihr so jung ward, dass ihr noch von den Eltern immer Bücher bekommen habt und enttäuscht ward, wenn es nicht das Prioritäten-Buch war, aber dann doch glücklich, weil Buch eben Buch ist? :D
Und dann noch "New York Diaries". Ich habe das Gefühl, dass auf den aktuellsten Band so viele gewartet haben... Ist die Reihe empfehlbar? Kennt ihr sie? 




Hier drei Bücher, die mir bekannt sind, aber mich nicht reizen würden, zu lesen.
"Noah" steht dabei ganz oben, da ich einfach keine Krimis und Thriller lese.
"Nächstes Jahr am selben Tag" ist hier gelistet, da ich irgendwie im Gefühl habe, dass ich die Bücher nicht so hypen werde, wie andere.
Dasselbe bei "Nightschool". Momentan werden die ersten Bände so billig verkauft, aber ich konnte mich trotzdem nicht überwinden, sie mitzunehmen. Und das heißt schon einiges bei einem Bücherwurm. 



Hier sind meine Gefühle gemischt. "Niemand liebt November" habe ich erst vor Kurzem entdeckt und es klingt ansprechend. Kennt ihr es? Wie ist eure Meinung dazu ?
"Nachtblumen" möchte ich unbedingt haben. Es klingt soo gut ♥
Und um "Nothing more" handelt es sich erneut um eine gehypte Reihe, aber die Bücher wurden ja anscheinend immer schlechter... Aber da möchte ich nicht urteilen. 

Welche Bücher kennt ihr von dieser Liste? Welche mögt ihr oder auch nicht und warum?
Her mit euren Listen, ich möchte stöbern! :) 

Montag, 3. Juli 2017

[Rezension] Jennifer Alice Jager - Empire of Ink, Die Kraft der Fantasie

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Empire of Ink, Band 1 von 3
Seiten: 395
Kauf: Verlag - Amazon

Inhalt 

Die 17-jährige Scarlett hält nicht viel von Schule oder Verpflichtungen. Am liebsten verfolgt sie ihre eigenen Ziele und die bestehen zum größten Teil aus Träumereien. Schon immer hatte sie eine ungewöhnlich lebhafte Fantasie, für die sie oft belächelt wurde und die sie zu verstecken versucht. Bis Scarlett dem draufgängerischen Soldaten Chris Cooper begegnet, der ihr erklärt, dass ihre Fantasien Einblicke in die Wirklichkeit sind. Er erzählt von einem Reich, das durch die Kraft des geschriebenen Wortes erschaffen wurde und dessen Grundpfeiler die Magie der Tinte ist. Eine Macht, die mehr und mehr aus der Welt verschwindet…


Meine Meinung

Geschichte

Bereits viele Bücher der Autorin haben mich begleitet. All ihre Adaptionen, Witches of Norway und alle konnten sie mich begeistern. So griff ich auch zu diesem Buch, doch leider sagte es mir bei Weitem nicht so zu, wie die anderen.
Der Start begann viel zu schnell. Es wird kaum etwas über die Gabe der Protagonistin erzählt und am liebsten hätte ich sie begleitet, ihre Welt kennen gelernt. Doch sie rutscht direkt in das Abenteuer, akzeptiert viel zu schnell,was man ihr sagt und vertraut blind.
Zudem kam die Kulisse. Momentan habe ich das Gefühl, dass viel zu viele Geschichten in einer Universität oder Schule oder einem Internat statt findet. So war es auch hier. Eine verdeckte Uni, abgeschottet, niemand weiß von ihr und es wird für einen geheimen Zweck gekämpft.
Nachdem ich mich eingelesen habe fingen dann die Fragen an. Mir erschloss sich der Zusammenhang zwischen Tintenwelt und normaler Welt nicht.
Das Ende kam dann irgendwie sehr plötzlich. Ich dachte, ich wäre in der Mitte des Buches, da es keinesfalls wie ein Finale für mich wirkte. Eine ganz normale Szene, wie sie zwischendrin passieren könnte - und in vielen anderen Büchern auch mittendrin geschieht.
Positiv waren jedoch die vielen Geschichte, die die Autorin in die Tintenwelt webt. Man erkennt sie sofort, zieht Schlüsse.

Charaktere

Die Charaktere konnten mich alle nicht überzeugen. Die Protagonistin ist von Anfang an naiv, glaubt alles, darf alles. Schon nach kurzer Zeit ist sie ohne jegliche Vorerfahrung im Einsatz. Kein richtiger Soldat würde das jemals tun, wenn er erfahrene Leute an seiner Seite hat.
Apropos Soldat... "Coopers" Beweggründe blieben für mich oberflächlich und nicht nachvollziehbar.
Der einzige, der etwas Farbe erlangen konnte war Finn. Mit seiner lustigen Art erwärmte er mir das Herz.

Schreibstil & Sichtweise

Diesmal blieb der Schreibstil der Autorin recht trocken für mich. Sehr ungewohnt war dies, da sie sonst sehr lebensfroh und malerisch schreibt. Doch diesmal geriet ich permanent ins Stocken und konnte nicht eingenommen werden.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von der Protagonistin Scar in der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Cover ist liebevoll gestaltet und gut durchdacht. Oben sieht man ein umgedrehtes Schloss aus Tinte. Gerade betrachtet fließt die Tinte nach unten, zerläuft. Unten sieht man zwei Personen unter einem Regenschirm. Sie sehen aus, als schützten sie sich vor der Tintenwelt. doch gleichzetig sind auch sie in der Farbe von Tinte dargestellt.
Der Titel kommt dem Inhalt meiner Meinung nach nicht nah. Die Kraft der Fantasie... Das, was die Protagonistin ausmacht, was die Geschichte ausmacht... Ausmachen sollte. Denn viel zu wenig erfahre ich von dieser Kraft.

Zitat

"Ich weiß nicht einmal, was passiert, wenn es die andere Welt tatsächlich irgendwann nicht mehr gibt. Wohin fließen dann unsere Träume, Fantasien und Geschichten? Was passiert mit alledem? Diese Frage kann dir niemand beantworten. "
- Position 2779

Fazit

Ein Buch von dem ich mir viel erhofft habe. Leider packte mich der Schreibstil nicht, genauso wenig wie die Charaktere und die Umsetzung der Geschichte. Dabei war die Idee mal ganz anders, als andere Tintenwelt-Geschichten.


Sonntag, 2. Juli 2017

[Rezension] Julia Adrian - Die Dreizehnte Fee, Erwachen

Verlag: Drachenmond
Reihe: Die Dreizehnte Fee, Band 1 von 3
Seiten: 212
Kauf: Verlag - Amazon (Kindle) - Amazon (Taschenbuch)

Inhalt 

Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung.






Meine Meinung

Geschichte

Märchenadaptionen sind gern gelesen und oft sind sie so malerisch schön, wie es nur ein Happy End machen kann. Doch die Autorin Julia Adrian hat sich überlegt, was wäre, wenn die Märchen gar kein Happy End hätten und alles nur Geschichten sind, um Kinder glücklich zu machen. Sie verwebt verschiedenste Märchen und Erzählungen - bekannte, wie unbekannte - und formt aus ihnen eine ganz neue Geschichte. Eine Geschichte über die berühmt berüchtigte 13. Fee, welche nach Rache sinnt.
Bei jedem Kapitel staunte ich erneut über den roten Faden, den die Autorin durch alle erdenklichen Märchen zieht. Es ist bewundernswert, interessant, fesselnd. Doch wie so oft bei kürzen Büchern, habe ich auch hier das Problem der Schnelllebigkeit. Die Rache der Fee ging viel zu schnell vonstatten. Es wirkt wie ein Fingerschnips und all die Spannung, all die Möglichkeiten sind beendet. Jede Situation hatte ich erneut die Hoffnung, dass sich dies bessert, aber leider war dem nicht so und selbst das Finale verging in einem Wimpernschlag.
So auch die Liebe. Erneut las ich über sofortige Anziehungskraft, über Liebe auf den ersten Blick, die ständig hinterfragt wird. Natürlich ist die 13. Fee wunderschön, eben aus einem Märchen entsprungen, doch deswegen muss man sie nicht gleich anspringen, obwohl man sie umbringen möchte.
Die letzten Seiten klangen vielversprechend, doch fehlt das Bedürfnis weiterlesen zu wollen, da die Befürchtung besteht, dass sich im Folgeband nichts ändert.

Charaktere

Eine Verbindung aufzubauen war für mich unmöglich. Die Charaktere kamen und gingen in wenigen Sekunden, man empfand weder Leid, noch Freude, weil alles so schnell verging. Die 13. Fee an sich nervte mich ein wenig mit ihrem permanenten inneren Zwiespalt, ob sie nun Liebe empfindet oder nicht und auch der Hexenjäger war viel zu distanziert.

Schreibstil & Sichtweise

Das Buch wurde sehr schnelllebig erzählt. Die Sätze sind kurz und  mehrere folgen aufeinander. Dadurch erhöht sich die Spannung und das Lesetempo. Oft wirkte alles jedoch ein wenig konfus, da der Stil eher beschreibend, als erklärend war. Dennoch war dieser der Grund, dass ich durchs Buch gerast bin.
Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht der 13. Fee in der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Cover ist in einem sanften dunkelblau gestaltet. In der Mitte ein Spiegel, so wirkt es. Der Spiegel ist ein großes Symbol in der Märchenwelt. Er steht für Schönheit, man kann durch ihn andere Personen beobachten. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass dadurch die Geschichte des ersten Bandes hervorgehoben wird.
Bei dem Titel "Erwachen" war nicht viel falsch zu machen. Die 13. Fee erwacht, sie möchte Rache, alle ändert sich durch sie.

Zitat

" >Das ist Liebe?<, frage ich. >Alles zu entbehren, um einen geliebten Menschen zu schützen?  Selbst wenn es den eigenen Tod bedeutet?< Er schnaubt. >Erkläre das dem Fünfjährigen, der zwischen den Leichen seiner Eltern sitzt.< "
- Position 1401

Fazit

Eine wirklich durchdachte Geschichte mit einem roten Faden, der sich durch alle erdenklichen Märchen und Erzählungen zieht. Doch leider war mir alles zu schnelllebig, die Spannung verflog zu schnell, die Charaktere blieben unnahbar. 



Samstag, 1. Juli 2017

[Neuerscheinungen] Fantasy im August



Huhu ihr Lieben!:)

Der Monat Juli startet sofort auf einen Samstag... Also werfen wir doch gleich mal einen Blick auf die Fantasy-Neuerscheinungen im August! Früh geplant ist der halbe Geldbeutel.... Ach, was rede ich da. Viel zu viele tolle neue Bücher, mein Geldbeutel wird sich sowieso beklagen.



// Conn Iggulden - Darien, Die Herrschaft der Zwölf //// Kindle (14. August) - Broschiert (14. August) //

Darien ist die Hauptstadt eines mächtigen Königreiches. Seit tausend Jahren regieren von hier aus die zwölf mächtigsten Familien das Land. Doch diese Ära neigt sich dem Ende entgegen, denn König Johannes ist schwach und ängstlich. Als das Militär einen Mordanschlag auf den König plant, um den Thron für einen starken Herrscher frei zu machen, ändert sich das Leben von fünf ungleichen Helden für immer: Ein Jäger, ein Krieger, ein Dieb, eine Magierin und ein Wesen aus einer längst vergangenen Zeit – sie alle führt ihr Weg aus den entferntesten Ecken des Reiches nach Darien, denn nur gemeinsam können sie ihre Welt vor dem Untergang bewahren...





// Akram El-Bahay - Die Bibliothek der flüsternden Schatten //
// Kindle (25. August) - Broschiert (25. August) //
// Bücherstadt, Band 1 von 3 //

Sam ist ein Dieb - aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen.





// Alexandra Fuchs - Sturmmelodie //
// Taschenbuch (22. August) //

Lizzy, die junge Wandlerin, lebt im Rat der Wandler und absolviert ihre Ausbildung zur Krigare. Sie soll zusammen mit dem Adelsgeschlecht der Grimm ihre Art beschützen und alles dafür tun, dass Wandler und Menschen in Frieden leben können. Doch Lizzy hat nicht nur mit ihrer neuen Aufgabe zu kämpfen, sondern auch mit den Schatten ihrer Vergangenheit. Einziger Lichtblick sind ihre Freunde. Und da ist auch noch der gutaussehende Harry, der ihr nicht nur bei der Ausbildung immer zur Seite steht und ihr Herz höher schlagen lässt.
Doch als einer der Professoren des Rates verschwindet, beginnt eine gefährliche Reise, in deren Mittelpunkt sich Lizzy plötzlich befindet ...




// Stephen Aryan - Bloodmage //
// Kindle (1. August) - Taschenbuch (1. August) //
// Tage des Krieges, Band 2 //

Der irre König Taikon wurde besiegt und der Westen befreit. Doch das Reich hat sich noch lange nicht vom Krieg erholt. Furcht und Misstrauen spalten die Völker; Magier werden aus Angst vor ihren Kräften ausgestoßen und verachtet. Die junge Königin Talandra steht vor der scheinbar unmöglichen Aufgabe, die Völker zu vereinen und das Reich zusammenzuhalten. Als die Stadt Perizzi von einer grausamen Mordserie erschüttert wird, prallen Wächter, Spione und Mörder aufeinander und drohen, die Stadt in einem Blutbad versinken zu lassen ...





// Kai Meyer - Die Spur der Bücher //
// Kindle (24. 08) - Gebunden (24. 08) - AudioCD (24.08) //

London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.
Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.





// Francesca Haig - Das Feuerzeichen //
// Taschenbuch (14. August) //

Die Geschwister Zach und Cass leben in einer zerstörten Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Alphas sind perfekt, während Omegas einen Makel tragen, gebrandmarkt und verstoßen werden. Obwohl sie so grundverschieden sind, ist die Lebenskraft eines jeden Menschen an seinen Zwilling gebunden. Cass ist eine Omega, und wenn sie frei sein will, muss sie gegen ihren größten Feind kämpfen: ihren Zwillingsbruder Zach. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn wenn Zach sein Leben verliert, stirbt auch Cass ...






// Aditi Khorana - Amrita, Am Ende beginnt der Anfang //
// Kindle (21. August) - Gebunden (21. August) //

Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert und ihren Vater tötet. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek der Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?





// Aliette de Bodard - Das Haus der gebrochenen Schwingen //
// Kindle (1. August) - Taschenbuch (1. August) //

Paris liegt nach dem großen magischen Krieg in Trümmern. Gefallene Engel kämpfen um die Herrschaft über die zerstörte Stadt. Noch steht Selene an der Spitze der Macht, doch seit dem Verschwinden ihres Mentors Lucifer Morningstar trachten andere nach ihrem Thron. Als ein tödlicher Fluch entfesselt wird, scheint Selenes Ende gekommen. Drei Außenseiter könnten ihre Rettung sein: der gefangene Magier Philippe, die junge Gefallene Isabelle und die Alchimistin Madeleine, deren menschlicher Körper abhängig ist von Engels-Essenz, einer zerstörerischen magischen Droge. Doch mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten könnten sie Selene auch endgültig zu Fall bringen ...




// Jay Kristoff - Nevernight, Die Prüfung //
// Kindle (24.08) - Gebunden (24.08) - AudioCD (24.08) //

Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …

// Erin Hunter - Donner und Schatten //
// Kindle (21.08) - Gebunden (21.08) //
// Staffel 6, Band 2 //

Mehr als ein Mond ist vergangen, seit Erlenpfote sich auf die Suche nach dem WolkenClan gemacht hatte, nur um entdecken zu müssen, dass die Katzen von bösartigen Streunern vertrieben worden waren. Seine Mission schlug zwar fehl, aber er kam nicht mit leeren Pfoten nach Hause: Er hat zwei junge Waisenkatzen gefunden. Sind sie der Schlüssel zur Prophezeiung?
Erlenpfote hat Träume, die eine große Gefahr erahnen lassen. Sie scheinen sich zu bewahrheiten, als die Streuner auftauchen und die Katzen bedrohen. Droht den vier Clans dasselbe Schicksal wie dem WolkenClan.





// Markus Heitz - Schatten und Tod //
// Kindle (21. 08) - Broschiert (21. 08) - AudioCD (21.08) //
// Wédora, Band 2 //

Wédōra birgt noch so manches Geheimnis für die Freunde Liothan und Tomeija, die es auf magische Weise in die schwer befestigte Wüstenstadt verschlagen hat.
Während Liothan in alte Gewohnheiten verfällt und sich in Wédōras Unterwelt einen Namen macht, wird Tomeija vom geheimnisumwitterten Herrscher der Stadt zur obersten Gesetzeshüterin berufen. Sie kann nicht ahnen, dass sie bald nicht nur gegen Verbrechen und mörderische Intrigen vorgehen muss, sondern auch gegen ihren Freund aus Kindheitstagen.
Doch damit nicht genug: Zwei benachbarte Königreiche rüsten sich zum Krieg, und die neutrale Stadt wird gegen ihren Willen in die Feindseligkeiten verwickelt – und Liothan und Tomeija werden plötzlich zu den entscheidenden Figuren in einem mörderischen Konflikt. 

// Kim Harrison -  Der Wandel //
// Kindle (14. August) - Taschenbuch (14. August) //
// Rachel Morgan, Band 14 //

Wir schreiben das Jahr 1966: Eine genmanipulierte Tomatensorte soll die Lösung für die Hungersnöte dieser Welt bringen. Niemand ahnt jedoch, dass diese Tomaten die Träger des T4-Angel-Virus sind, das die Menschen in rasender Geschwindigkeit dahinrafft. Immun sind einzig die magischen Völker: Hexen, Vampire, Werwölfe und Elfen – der Wandel hat begonnen! Den beiden Wissenschaftlern Trisk und Kal ist klar, dass nur die magischen Wesen die Menschheit vor dem Aussterben bewahren können. Doch warum sollten diese ausgerechnet dem Volk helfen, das sie über Jahrhunderte hinweg brutal verfolgte?





// Walter Moers - Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr //// Kindle (28. 08) - Gebunden (28.08) - MP3 CD (28.08) //

Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der gleichsam beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich.


Außerdem: Die Seiten der Welt als Taschenbuch!


Welche Bücher findet ihr interessant? Hat sich eure WuLi ordentlich gefüllt? Meine schon ... Die Bücherstadt, Sturmmelodie, Bloodmage, Wédora, die Spur der Bücher .... Es tut mir leider lieber Geldbeutel. 

Mittwoch, 28. Juni 2017

[Rezension] Fanny Bechert - Elesztrah, Feuer und Eis

Verlag: Sternensand
Reihe: Elesztrah, Band 1 von 3
Seiten: 460
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt 

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten … Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde … Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet … Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹. Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten. Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

Meine Meinung


Geschichte

Verbannung, Krieg, Elfenvolk und geheimnisvolle Kräfte. Es klingt nach einer Geschichte voller Abenteuer, Magie und schlafloser Nächte. Doch leider nicht für mich.
Vor allem durch den Anfang musste ich mich quälen. Der Prolog wirkte für mich wie ein Ende. Situationen geschahen, wurden sofort gelöst, die Protagonistin überredet ihren Clan in Windeseile zu einem Kampf. Ich hatte das Gefühl, schon mitten im Folgeband zu stecken, irgendetwas verpasst zu haben. Hinzu kam der Fakt, dass ich gehofft hatte, über Elfen zu lesen, doch Lysannas Clan war ein Mix aus vielen verschiedenen Rassen, die zwar spezifiziert werden, aber dennoch oberflächlich bleiben.
Zwischendurch keimte immer wieder das Gefühl auf, dass endlich Fahrt in die Sache kommt, doch immer wird dieses Gefühl zerschlagen. Passiert etwas spannendes, wird es ziemlich rasch und problemlos gelöst. Proportionen waren mir unklar. Wie groß ist denn Lysannas Clan überhaupt, der sich einen ganzen Tag von zwei Tieren ernähren, aber einfach so ein ganzes Dorf überfallen kann?
Zwischendurch wurde es dann spannender. Die Situationen wirken nicht mehr gehetzt und alles kam in einen gemählichen Fluss. Plötzlich war ich gefesselt von dem Buch und konnte gar nicht mehr aufhören. Unerwartete Geschehnisse traten ein. Ich versprach mir viel vom Finale, doch leider konnte mich auch dieses nicht überzeugen.
Von dem Endgegner habe ich mir unermessliche Stärke vorgestellt. Die Art, wie er beschrieben wurde, lies ihn mächtig wirken. Doch wie er besiegt wurde, ging zu schnell, zu hektisch, zu leicht. Viel Wirbel um nichts. Hinzu kam, dass ich nicht trauern konnte oder überhaupt irgendwelche Gefühle für die Charaktere hatte.
Allgemein wirkt das ganze Buch gehetzt. Die Geschehnisse und auch die Liebe wirkten rasch abgearbeitet, damit sie schnell in das Buch passten. Informationen wurden manchmal schnell, manchmal langsam gegeben. Doch fühlte ich mich, als würden die Fakten, wegen denen ein Leser weiterliest, sofort aufgedeckt, während die nicht so wichtigen Fakten für das Ende aufgehoben wurden.

Charaktere

Relativ viele Charaktere tummelten sich in dem Buch, doch der Fokus lag auf einzelnen. Doch leider konnte ich mit keinem von ihnen richtig warm werden. Es wird viel Wind um eine verschwundene Person gemacht, die man nicht einmal kennen lernt. Wie soll so eine Beziehung entstehen?
Die Protagonistin Lysanna blieb unerreichbar für mich. Ihre Gedanken waren eine Mischung aus Erwachsener und Kind.
Ihre Tochter Fayori war nicht besser. Sie wirkte wie eine unerzogene Göre, der ich in der Schule damals lieber aus dem Weg gelaufen bin. Sie kennt das Dorf nicht und wirkt plötzlich, als würde sie schon Jahre dort wohnen. Mich hat sie nur genervt.

Schreibstil & Sichtweise

Auch der Schreibstil war eher anstrengend. Ich habe sehr lange gebraucht, um hinein zu finden. Am Anfang ist er hetzend, baut keine Spannung auf. Es gibt so plumpe Formulierungen manchmal, dass sie die ganze Situation abkühlen und mein Interesse binnen eines Satzes in sich zusammen fallen lassen.
Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Lysannas und Aerthas Sicht in der Form eines auktorialen Erzählers.

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir gut. Es wird dominiert von eisblauen Farben, in der Mitte steht eine Person, die Feuer versprüht. Einerseits finde ich es gelungen. Es wirkt wie jemand, der etwas von innen auftaut und ist somit passend zum Inhalt. Trotzdem finde ich, dass der Fokus im Buch auf dem Feuer liegt und das Cover vielleicht eher rötlich gestaltet sein sollte.
Auch bei dem Titel bin ich mir unsicher. "Elesztrah", ja so heißt das Areal, auf dem die Geschichte spielt. Doch findet das Geschehen hauptsächlich an zwei Orten statt und das ganze Gebiet spielt eher weniger eine Rolle und wird kaum eingebunden. Der Untertitel "Feuer und Eis" passt hingegen perfekt zum Buch.

Zitat



"Ihr kennt den Grund, General. Er hat ihn Euch doch selbst gesagt - damals, in der Nacht am Feuer, als Ihr ihm Eure intimsten Geheimnisse erzählt habt. Ihr erinnert Euch, habe ich nicht recht?" 
- Seite 276




Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht bewegen. Das ganze Buch über wurde gehetzt: Seien es Informationen, die Geschehnisse oder die Liebe. Alles bleibt oberflächlich.